BEST PRACTICE - in Kooperation mit dem BZI


Ausbildungspotenziale erschließen – Ausbildungskosten reduzieren

Das Ausbildungsvorbereitungsjahr im BZI (Projekt: come-in-job)

Insbesondere Industriebetriebe vermelden Schwierigkeiten bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze: Aus dem qualitativen Potenzial lässt sich der quantitative Bedarf nicht mehr decken. Mit dem Projekt „come-in-job“ bietet das BZI den Unternehmen des Bergischen Landes eine neue Kooperation an, die auf die Erschließung von Ausbildungspotenzialen für heimische Industriebetriebe intendiert und zeigt Unternehmen hierdurch auf, wie sich trotz dieser intensiven Ausbildungsvorbereitung die Kosten der betrieblichen Ausbildung senken lassen.

Das Projekt bietet eine Lösung für die Problematik auf, dass Industrieunternehmen einerseits ihre Ausbildungsplätze in Ermangelung geeigneter Bewerber teilweise nicht mehr adäquat besetzen können und andererseits insbesondere Hauptschüler keinen Ausbildungsplatz erhalten. Mit dem Ausbildungsvorbereitungsjahr entwickelt das BZI Hauptschüler hin zu den Anforderungen einer Berufsausbildung und bereitet hinsichtlich Arbeits- und Sozialverhalten auf die gewerblich-technische Ausbildung vor. Das pädagogische Konzept des BZI realisiert bereits Aufgaben aus dem ersten Ausbildungsjahr und unterstützt die Teilnehmenden, neben dem Berufschulunterricht, durch Werks- und Förderunterricht und sozialpädagogische Begleitung.

Nachdem im ersten Projekterprobungsjahr (finanziert durch den Arbeitgeber-Verband von Remscheid und Umgebung e.V.) konstatiert werden konnte, dass sich Hauptschüler mit diesem Instrument auf die Anforderungen einer gewerblich-technischen Ausbildung entwickeln lassen, zeigte sich im Ausbildungsjahr 2012/2013 bereits das Interesse von Industriebetrieben, bei denen sich Jugendliche beworben hatten, die zwar ein Ausbildungspotenzial besaßen, zum Zeitpunkt des Schulabschlusses jedoch noch nicht ausbildungsfähig waren.

Im Auftrage dieser Unternehmen führt das BZI nun das Ausbildungsvorbereitungsjahr durch, bereitet auf die sich anschließende Berufsausbildung vor und zeigt den beteiligten Unternehmen mit dem Projekt, wie sich hierdurch sogar die Kosten der Ausbildung reduzieren lassen.